Das Aussichtsrestaurant

in den Löwensteiner Bergen

Leben des Künstlers

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Richard Hohly - Lebensdaten des Künstlers

Richard Hohly, einer der letzten Expressionisten Süddeutschlands, wurde am 13.03.1902 als Sohn eines Gastwirtes und Winzers, dem Begründer des heutigen Landhauses Hohly, in Löwenstein geboren.

Nach dem Lehrerseminar von 1915-1922 in Kirchheim/Teck und Heilbronn war er zunächst ohne Anstellung und arbeitete als Hilfsarbeiter in der Industrie und in einer Bank.

1924 folgte er seiner Neigung und begann mit dem Studium an der Kunstakademie Stuttgart mit Abschluss; für das höhere Lehramt 1929/1930 (zwischenzeitlich 1926 Meisterschüler der Kunstakademie Kassel).

Nach einem Treffen mit Edvard Munch 1930 wurde er 1931/1932 Mitglied der Berliner Sezession um Pechstein, Corinth, Nolde, Slevogt, Liebermann u.a.

Zuvor Heirat mit Annemarie Neumann, Augusthof in Pyritz/Pommern.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde es auch für Richard Hohly schwierig: 1936 kam er auf die Liste der "Entarteten", sein Bild "Dame mit Bedienung" wurde aus dem Ulmer Museum entfernt und später zerstört.

Von 1936 an wohnte er in Bietigheim und unterrichtete am dortigen Gymnasium, wohin er von Leonberg aus politischen Gründen versetzt worden war.

1941 folgte der Einzug zum Militär und Einsatz als Kriegsmaler an der Ostfront (Ukraine und Stalingrad). Ein wichtiges Motiv in Hohlys Malerei, die Begegnung mit dem Tod in den Kriegsbildern um Stalingrad, ist in dieser Zeit begründet. Viele Bilder sollten jedoch vernichtet werden, passten sie doch aufgrund ihrer "Russland-freundlichen" Tendenzen nicht in das Propagandakonzept des Dritten Reiches. Richard Hohly konnte diese Werke vor der Zerstörung retten, sie befinden sich heute im Besitz der Familie.

1943 folgte ein Einsatz in Frankreich, dort Begegnung mit Ernst Jünger.

Nach dem Krieg wurde er Mitglied der Künstlergruppe "Rote Reiter" und beschäftigte sich intensiv mit der Farbenlehre von Adolf Hölzel und Johann Wolfgang von Goethe sowie den Kunstausführungen Rudolf Steiners.

In den fünfziger Jahren arbeitete er an vielen Projekten für die "Kunst am Bau" und entwickelte die sogenannte "Glasintarsie", eine Glasmalerei ohne Zwischenstege.

Nach zwischenzeitlichen gesundheitlichen und wirtschaftlichen Problemen konzentrierte er sich in den sechziger Jahren erneut auf die Malerei.

Es folgten in einer neuen Farbigkeit vor allem christlich-philosophische sowie meditative Motive, ein weiteres Hauptthema in Hohlys Werk.

Nach dem Tod seiner ersten Frau Annemarie 1976 schuf er sein eigenes Museum, die "Felsengalerie" in Bietigheim-Bissingen.

1978 dann zweite Heirat und Verleihung des Baden-Württembergischen Verdienstordens.

1980 erscheint die Monographie "Richard Hohly, Leben und Werk", Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart (vergriffen).

Seine Schaffenskraft hielt noch einige Jahre an, bevor Richard Hohly am 11.04.1995 im Alter von 93 Jahren in seinem Heim in Bietigheim-Bissingen verstarb.


Richard Hohly

Werk des Künstlers

Internet-Galerie


Richard Hohly (v.r.) mit Studienkollegen

Richard Hohly (v.r.) mit Studienkollegen

Richard Hohly in seinem Atelier 1934
Richard Hohly in seinem Atelier 1934
Richard Hohly arbeitet an einer Wandgestaltung
Richard Hohly arbeitet an einer Wandgestaltung